AMBIENT · INDUSTRIAL · EXPERIMENTAL

FRANK MARK ARTS

independent label · music production

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Leykam | Mark | Panasenko
»Boundless«
Aug 2012 · 6 Tracks · 55:47 Min.

CD FMA 1219
UPC 885767188907

Improvisations which create relaxed spherical soundscapes. A rhythmical structured base by Mark and Panasenko wit Leykam's headstrong e-guitar-sound which takes the listener for a ride into impressive as well as bizarre soundscapes. An album between silence, sound and rhythm - perfect soundtrack for the late night.

Tracks:
1.floating (5.54), 2.the harbor (14.51), 3.waste land (9.22), 4.sirrah (7.30), 5.drifting ice (6.51), 6.shallows (10.55);

Basic tracks recorded and mixed 2008 in the studio of Frank Mark
Final recordings between 2010 and 2012 in the studios of Leykam, Mark, Panasenko
Mastered 2012 in the studio of Frank Mark
Photos by Roman Leykam, painting by Joshua Leykam.
Artworks Frank Mark and Roman Leykam.
Produced and performed by Leykam, Mark, Panasenko

Roman Leykam: electric guit, e-bow guit, guit synths, guit treatments
Frank Mark: samples, midi brass/pipe/sax, voice samples
Daniel Panasenko: stick



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Reviews:

Ein instrumentaler Soundtrack mit Leykams deutlich hörbaren E-Gitarren lassen ein Klangerlebnis der besonderen Art entstehen. Rhythmisch von Mark und Panasenko unterstützt kann man hier total relaxen, beinahe wie im Beach Club. Und man glaubt es kaum, Leykam ist schon seit über 20 Jahren in dem Geschäft der experimentellen, mediativen Klänge zuhause. Ein ruhiges, aber auch rhythmisches Werk, dass uns nicht nur von dem hektischen Alltag entfliehen läßt, sondern auch herrlich entspannen. Sechs Tracks die abwechslungsreicher nicht sein können. Anspieltipps: alles! (Martin Ludl im Musikmagazin Dark Spy No.49 Aug-Okt 2012)

... Durch die eigenwilligen E-Gitarren-Improvisationen entwickelt sich das Album zu einem spannenden Hörerlebnis ... entführt in bunte Klangfarben u. verschönert die Abendstunden, verbunden mit Wärme, Harmonien, Emotionen. (edelhagen.de / digitale Jazz-Zeitung 08/2012)

... Samples mit Bassläufen finden zu einem strukturierten Fundament, auf dem Leykam mit seinen E-Gitarren-Improvisationen auf Entdeckerreisen geht ... (Jürgen Parr / Doppelpunkt, Magazin für Kultur in Nürnberg, Fürth, Erlangen 08-09/2012)

... Die Musiker erforschen experimentelle Gebiete, die oft eine Art Soundtrack-Format haben. Der erste Track "Floating" ist ein überraschendes Stück aus Triphop und experimentellem schwebenden (wafting) Sound. Der Bass klingt ein wenig dubby. "The Harbor" als nächster Track klingt wie ein Treffen von Lounge-Einflüssen und experimentellen Sound-Effekten. Stilistisch nicht so nahe am Jazz, auch wenn es einen Hauch von Jazz hat. Der Anfang von "Boundless" ist mehr als vielversprechend und klingt nicht wirklich improvisiert. Die Tracks entwickeln sich zunehmend in Richtung experimentelle Gefilde. Ein psychedelischer Hauch liegt über "Waste Land" während wir als nächstes in pure Soundtrack-Experimente eintauchen. "Drifting Ice" und "Shallows" sind beachtliche Stücke in diesem Genre. Eine Art schleppender Rhythmus läuft durch beide Songs, während "Shallows" auch einige jazzartige Arrangements enthält. Abschliessend kann ich sagen, dass wir hier eine ziemlich umgängliche und manchmal sehr angenehme Art experimenteller Musik bekommen. "Boundless" ist ein recht abwechslungsreiches und aufgeschlossenes Album. (DP:7) DP. (side-line 10/12)

Musik muss immer an dem Anspruch gemessen werden, den sie an sich selbst stellt. Ein Grindcore-Album würde flott durch alle Kriterien fallen, die an Electro-Scheiben gestellt werden. Aufgrund dessen müssen auch für "Boundless" ganz eigene Punkte ersonnen werden, mit denen die Absicht der Musik widergespiegelt werden kann, denn das Werk von Roman Leykam, Frank Mark und Daniel Panasenko ist nicht zur bloßen Unterhaltung gedacht. Es werden weder Höhepunkte geboten noch nachvollziehbare Strukturen. Der Klangteppich aus entspannten Beats, atmosphärischen Soundlandschaften und schrägen Tönen entfaltet ein beruhigendes Flair mit meditativem Anreiz, umhüllen die eng gesponnenen Kompositionen den Hörer doch gänzlich. Ein komplettes Fallenlassen ist jedoch nicht möglich, da die zur Improvisation eingesetzten Zupfinstrumente am Nervenkostüm kratzen und den Geist nie im Rhythmus treibenlassen. Letztendlich kann man "Boundless" gut als Hintergrundmusik einsetzen, wenn man einen arbeitsreichen Tag ausklingen lässt oder sogar während man gerade schuftet. Für viel mehr reicht es jedoch nicht, da der Gleichklang fehlt, um dazu zu meditieren. Auf der anderen Seite vermisst man die musikalische Raffinesse, um dieses Album als selbstständiges Werk wahrzunehmen. Letztendlich bleibt "Boundless" also zwiespältig, wenn auch nicht unsympathisch. Die Chillout-Songs taugen allerdings nicht für viel mehr als das hintergründige Abspielen. Stefan Adelmann (Legacy 9/12)

So abstrakt die Covergestaltung ausgefallen ist, so abstrakt ist auch die Musik des Trios. Da ist nichts mit großartigen Melodien mit Wiedererkennungswert, das ist ein fast einstündiger Exkurs in ambiente Improvisationskunst. Im letzten Jahr war bereits ein Live-Album besprochen worden, damals handelte es sich noch um ein Duo, das nun um den Stick-Player Daniel Panasenko auf Trioformat erweitert wurde. Roman Leykam agiert an Gitarre bzw. Gitarrensynthesizer, Frank Mark ist zuständig für "Cinescore samples", Midi Pipe, China Samples, Midi Brass, Voice Samples. Den Improvisationen sind – siehe Titel – keine Grenzen gesetzt. Ich denke, mit Begriffen wie Ambient, Industrial und Experimental liegt man im vorliegenden Falle nicht falsch. Das ist stellenweise sehr interessant gestaltet, gelegentlich auch mal durchaus ruhig-entspannend, allerdings für Ambient-ungewohnte Ohren auf CD-Länge insgesamt ziemlich anstrengend. Wer aber Tuner, Centrozoon etc. mag, kann möglicherweise auch hiermit viel anfangen. JM (JM 8, KS 8) (Progressive Newsletter Nr.76, 11/12)

Wer die Soundwelt des Roman Leykams kennt, der wird bei "boundless" vielleicht etwas überrascht sein. So jazzig jedenfalls kenne ich seine Projekte, von denen mir die neueren Veröffentlichungen kürzlich zugeschickt wurden, nicht. Auf sechs langen bis überlangen Songs (6 bis 15 Minuten) wird offensichtlich größtenteils improvisiert und neben den üblichen Gitarren und Synthieklängen auch viel mit dem Bass, Schlagzeug und Klavier, sowie Bläsersounds gearbeitet, was das Material viel organischer macht. Die Grundstimmung hat wenig düsteres, wie auf manch anderen Leykam-Veröffentlichungen, sondern grenzt mitunter gar an Chill Out und Fahrstuhlmusik. Gelegentlich erinnert das auch an Mike Oldfield, wenn es etwas basslastiger wird, an Bill Laswell. Generell wären weniger Flächen und weniger kitschige Klaviermomente empfehlenswert gewesen, so verkommen Anfang und Ende des 10-Minüters "waste land" und "drifting ice" zu Schmachtfetzen, die nur durch die gute Bassarbeit halbwegs gerettet werden. Zwar gibt es auch einiges an Kontrapunkte in der Mitte des genannten "waste land", das aber wirkt zu unstrukturiert, um gegenhalten zu können. Auch das abschließende "Shallows" ist, nunja, zu großen Teilen etwas seicht. Der Opener "floating" krankt hingegen eher an Belanglosigkeit, hier bleibt weder irdenetwas hängen, noch kann eine ansprechende Atmosphäre erzeugt werden. Hintergrundmusik. Am besten macht es das Trio auf "the harbor" und "sirrah". Bei dem viertelstündigen Ersteren bahnen sich tatsächlich Melodien und Rhythmen mit Wiedererkennungswert in die Gehörgänge, was auch einige allzu verirrte, gimmickhafte Samples und Bläsersounds vergessen lässt. Allein für die lange Dauer reicht das nicht ganz, trotz intelligentem Songaufbaus wird es am Anfang der zweiten Hälfte zu fragmentiert, bevor der Song gegen Ende wieder treibender und damit noch einmal packend wird. "Sirrah" steht in einem ähnlichen Licht, ist aber dichter arrangiert und ohne Längen und damit auch der Anspieltipp des Albums. Alles in allem eine zwiespältige Angelegenheit und für mich unverhofft (da mich die jazzige Seite und die Triobesetzung auf ein packenderes Album hoffen ließ) die schwächste der jüngeren Leykam-Veröffentlichungen. (Bewertung: 5/10 bei []-room.de 10/13)

Auf sechs langen bis überlangen Songs (6 bis 15 Minuten) wird offensichtlich größtenteils improvisiert und neben den üblichen Gitarren und Synthieklängen auch viel mit dem Bass, Schlagzeug und Klavier, sowie Bläsersounds gearbeitet, was das Material viel organischer macht. Die Grundstimmung hat wenig düsteres, wie auf manch anderen Leykam-Veröffentlichungen, sondern grenzt mitunter gar an Chill Out und Fahrstuhlmusik. Gelegentlich erinnert das auch an Mike Oldfield, wenn es etwas basslastiger wird, an Bill Laswell. Joerg Strawe (cue-records.com)


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